Wir schließen den atlantischen Kreis
Nicht umsonst sagen wir gerne, dass es sich bei unseren Planungen um Ideen handelt. Und so sind wir inzwischen erkennbar auf anderer Route unterwegs, als ursprünglich angedacht. Auch für den Aufenthalt auf den Azoren hatten wir bei Weitem weniger Zeit eingeplant. Aber die Inseln hielten uns mit ihrem Zauber und ihrer Ruhe einfach gefangen. Es bedurfte schon eines energischen „Jetzt aber los“, um die Leinen am Steg vor Angra do Heroismo loszuwerfen und uns auf den Weg zu machen. Geschätzte 640 Seemeilen lagen vor uns. Bei entspannter Fahrt konnten wir mit 4 Tagen auf See rechnen. Gerade genug, um nach etwa der Hälfte der Zeit bzw. halber Distanz in den Seerhythmus zu finden.


Fast gemalt. Anke hat gleich in der ersten Nacht den Vollmond eingefangen, der auf der Etappe nach Porto Santo unser steter Begleiter sein wird.




… und damit naht das Abendessen. Spätestens wenn es ans Essen geht, ist der Döszustand beendet. Zumindest bei Martin, auch wenn zunächst die Kocharbeit ansteht. Die ist bei den ruhigen Bedingungen ein echtes Vergnügen wie man sieht. Nicht die Spur von Akrobatik oder Verrenkungen ist gefordert. Der Nachteil bei derartigen Fotos ist, dass ihm mal wieder die Notwendigkeit abzunehmen deutlich wird. (Gut, dass solche Fotos ihm nicht gleich bei der Aufnahme gezeigt werden. Da würde er ja prompt die Lust am Kochen verlieren.)



Porto Santo bzw. ein Punkt in der See ein paar Meilen nördlich der Insel markiert für uns den Ort, an dem wir die Kurslinie vom 06. Juli 2023 queren würden, die uns von Lagos nach Porto Santo geführt hatte. Dieser Punkt würde unseren nordatlantischen Kreis schließen, wobei dieser ja noch ein kleines Anhängsel in Form eines karibischen Kreises besitzt. Der Kreis samt Anhängsel ist im Beitragstitelbild dargestellt. (Quelle – Kartengrundlage und Track: PredictWind, https://www.predictwind.com/tracking/SV-MagodelSur?tab=posts, download vom 11.10.2026, 11:53 MESZ)
Leider erwiesen sich die Windverhältnisse als zu entspannt, sodass wir nicht umhin kamen, nachts in den Hafen von Porto Santo einzulaufen. Natürlich kann man dort auch vor dem Hafen ankern, aber wir wussten vom letzten Mal, dass man innerhalb der Molen bedeutend ruhiger liegt. So kringelten wir sorgfältig Ausschau haltend einmal durch das gesamte molengeschützte Ankerfeld, bis wir uns zu einem Platz nahe der Einfahrt entschlossen. Hinsichtlich des zu erwartenden Fischerverkehrs nicht optimal, aber besser ging es nicht, zumal manche Ecken des Hafenbereichs gerne unter der Abgasfahne des lokalen Kraftwerks liegen.





Die überwiegend darin, dass Martin mal die Leiter hält, die das An-Bord-Klettern ermöglicht. Später setzt er geistesgegenwärtig sein noch nicht reduziertes Schwerkraftpotential auf der Deichels des Trailers ein, als das Boot samt Trailer wegen der drei auf ihm herumturnenden Personen nach achtern zu kippen droht.


Der Hebegurt wird angeschlagen. Kurz drauf ist der Mast gelegt und am nächsten Tag wird das Boot auf seinen zukünftigen Stellplatz geschleppt.
Mit Astrid und Dieter verbringen wir im Lauf der wenigen Tage noch schöne Stunden in einem der Strandcafés und bei ihnen zu Hause. Und fragen uns, wann wir uns wohl wiedersehen werden.

Zweitausendunddreiundzwanzig segelten wir ziemlich flott – in nahezu exakt anderthalb Tagen – die 268 Meilen von Madeira zur Baja Francesca auf La Graciosa, was wir → in einem eigenen Blogbeitrag beschreiben. Diesmal klappt es nicht ganz mit den anderthalb Tagen. Der Wind ist etwas unstetiger und von Porto Santo aus sind es schließlich noch ein paar Meilen weiter. Und wie schon Porto Santo so erreichen wir unser Ziel, die Bucht Playa Francesca erst bei Dunkelheit. Naja, ein ganz schwacher Hauch Restlicht ist noch da, aber weniger als das Büchsenlicht der Jäger. Wir kringeln ein wenig herum, und dann fällt der Anker schön nahe am Ufer – relativ gesehen.

Ansonsten gibt es von der Etappe nicht viel zu berichten. Sie verläuft entspannt und angenehm.













In diesem Sinne folgt nun ein geruhsames Tschüss
Martin und Anke
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Tipps und Hinweise
Wer unser Widget „Wo wir sind / Tracking“ gelegentlich nutzt, weiß, dass wir mittlerweile wieder auf den Kanaren angekommen sind. Und daher haben wir ein möglicherweise interessantes Angebot zu machen: Wir geben unsere Simpson-Davits ab. Wer daran Interesse hat, der schaut am besten → auf unsere Seite Flohmarkt / Flea Market. Dort werden die Davits beschrieben und abgebildet.
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Noch nicht wahrgenommen? Unsere Seite besitzt eine Abo-Funktion: Wer in Zukunft keinen Beitrag verpassen will, kann den Blog abonnieren, → und das geht mit Hilfe der Seite Kontakte, oder indem man – ganz einfach – hier klickt.
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Auch wenn wir per Boot unterwegs waren, haben wir auf unserer großen Reise vor mehr als 20 Jahren auch viel zu Fuß unternommen. Beispielsweise erreichten wir in der Nähe des Aconcagua nahezu 4.000 m ü.NN und hatten die Gelegenheit etwas unterhalb der Höhe in einem (ziemlich komfortablen) Basislager zelten zu können. In den chilenischen Anden besuchten wir den höchsten Süßwassersee der Welt, wobei wir aber durch den Einsatz eines Pickups doch übel schummelten. Wir schildern diese Ausflüge und vieles mehr in dem Buch, das unsere Weltumsegelung von 2004 bis 2009 beschreibt. Eine Weltumseglung mit einer Aluminium-Reinke Super 11. → Informationen zum Buch und wie Ihr die PDF bestellen könnt, findet Ihr unter diesem Link, also einfach auf diesen Satz klicken.
Das Buch unserer Weltumseglung von 2004 bis 2009:
Just do it – von der Weser in die Welt
323 Seiten, durchgehend mit farbigen Fotos bebildert, diverse Karten, hier und da Einschübe zu besonderen Aspekten, die uns beschäftigten und ein Anhang mit gelegentlich launigen Begriffserklärungen.
Vorerst nur als PDF verfügbar. Das Coverfoto des Buches zeigt Just do it in der Caleta Beaulieu im Beagle-Canal.
Wie Bobby Schenk schreibt: „Ein großes Buch, das pure Lese-Freude schafft. Es ist wahrscheinlich das beste aller Weltumsegelungs-Bücher (vielleicht sogar besser als meine eigenen…)“
