Mago del Sur

Mago del Sur

Ein kleiner Überblick

Im Herbst 2015 entdeckte Anke eine unverhältnismäßig günstig angebotene Amel 54. Trotz meiner Einwände, das Angebot sei zu billig, da sei etwas faul, flogen wir nach Lymington, Südengland, um bei dreitägigem Dauerregen ein vernachlässigtes Aschenbrödel zu besuchen. Immerhin, wir vereinbarten Probesegeln und Gutachtertermin im Januar 2016. Nach dem ersten, recht katastrophalen Tag zweifelte selbst die Maklerin, dass wir noch Interesse am Boot hätten. Doch am zweiten Tag (Bf 7-8 auf dem Solent) offenbarte Aschenbrödel, welche seglerischen Qualitäten in ihr steckten. Kurz, wir verhandelten weiter, konnten uns einigen und seit der Überführung Ostern 2016 arbeiten wir daran, aus der grauen Aschenbrödelmaus eine kleine Prinzessin zu schaffen.

Als Amel 54 gehört unsere Mago zum letzten Design, das Henry Amel, der Gründer, Namensgeber und langjährige „Chefdesigner“ der Amel-Werft mit bestimmt hat. Mit der Baunummer 40 ist sie ein noch recht frühes Exemplar, zu Wasser gelassen in 2006. Der Erstbesitzer segelte mit ihr unter dem Namen Bronwyn von 2011 bis 2013 um die Welt, davon rund 10.000 Meilen ohne den ausgefallen Motor. Ohne Frage eine beeindruckende Leistung, zumal er einhand unterwegs war.

Ausstattung:
Elektrische Rollanlagen an Genua, Fock und Groß, 2 elektr. Genua-Winschen, elektr. Großschot-Winsch (alle elektr. Anlagen auch manuell bedienbar), 2 Fock-Winschen, 6 Arbeitswinschen an den Masten, 3 Line-Tender für die Schotwagen-Verstellung, alle Blöcke, Rollen und Schotwagen kugelgelagert, 2 Ankerwinden á 2000 Watt vorn, Heckankerwinde 1500 Watt achtern, 50 m Duplex-Kette 13 mm, 75 m Duplex-Kette 10 mm, Ultra-Anker 45 kg, 2 Edelstahl-Bügelanker 30 und 40 kg, Heck: 9,5 kg Fortress-Anker,  ausfahrbares 11 PS-Bugstrahlruder, Diesel-Generator 9,5 kW, Wassermacher 100 l/Std., Druckwasseranlage 26 l/Min., Warmwasserboiler/-behälter 45 l, 900 l Diesel-, 900 l Wassertank, 2 x 60 l Fäkalientanks, 600 Ah/24V-Verbraucherbatteriebank (AGM), 75 Ah/12V-Starterbatterie, 850 W Inverter, 24V/12V-Wandler, 110/220V-Landstromanschluss

Navigation:
Kartenplotter Furuno, Bord-PC, Logge, Echolot, Windgeschwindigkeits- und –richtungsmesser, Magnetkompass, elektronischer Kompass, 2 Peilkompasse, Autopilot mit 2 Linearantrieben (Raymarine) und 1 Scheibenläufermotor (Jeffa), GPS (5x), AIS, UKW-Funk, UKW-Handfunke, Amateurfunk mit Pactor, Iridium, passiver Radarreflektor, Cassens & Plath-Sextant

Lebensraum-Ausstattung:
6 Kojen in „3“ Kabinen, 1 Lotsenkoje, Salon mit U-Sofa, 2 Clubsesseln und Minibar, 2 Bäder mit elektr. WCs, Waschbecken und Duschen. Kaltes und warmes Wasser in Pantry und Bädern, Pantry mit 2 Waschbecken, 4-flammigem Herd mit Backofen, Dunstabzug, Mikrowelle, Geschirrspüler, Kühlschrank, Kühl-/Gefrierschrank, Waschmaschine, Trockner, Stereo-Anlage, DVD-TV-Anlage, alle Leuchtmittel LED, Kartentisch, Navigationsplatz, Schreib-/Schminktisch, Diesel-Warmluftheizung, Klimaanlage, Heck-/Badeplattform ausklappbar, mit Leiter u. Dusche (w/k).

Sonstiges:
Davits Oval Zero, AB Dhingi Lammina 295, Banana-Boot, Honda-Außenborder 2 PS.

Mago del Sur – Äußerlichkeiten

Wie sieht unsere Mago del Sur nun eigentlich aus? Im Prinzip natürlich wie jede Amel 54, aber im Detail gibt es doch kleine Unterschiede, denn ein Boot passt sich immer an die Eigner an – es hat ja keine andere Wahl.

November 2015: Hardstand in Lymington – Bronwyn im Dornröschenschlaf. Drei Tage Bootsbesichtigung mit Nonstop-Regen – aber sie hat uns doch bezaubert
Nach der Überführung Ostern 2016 im Südhafen auf Helgoland
Herbst 2016: Just do it und Mago del Sur Bordwand an Bordwand. Sie vertragen sich und wir tragen all unsern Kram von einem in das andere Boot
Bootstaufe – Rasmus war hilfreich und schlau, erst hat er mit einem Schauer alle Gäste aufs engste zusammengeführt und damit die Geselligkeit befördert, dann gab es nur noch Sonnenschein. Und aus Bronwyn war Mago del Sur geworden. Unser Dank an die Taufpatin Angelika und an unsere Musiker, den Sailing Bassman Klaus Aktoprak sowie Dara McNamara (Foto: Martin Schiller)
Auf der Weser – bereits mit der neuen Garderobe aus der Segelwerkstatt (Foto: Peter Reinke)
Fehlt nur noch die Fock, dann segeln wir Vollzeug (Foto: Peter Reinke)
Mago del Sur Weihnachten 2020 in Cherbourg – durchaus zu sehen: die „Windel“

Gegenüber dem Zustand als Bronwyn hat sich Mago del Sur etwas verändert. Äußerlich wurden die Macken im Gelcoat beseitigt, der farblich fragwürdige rote Streifen ist nun weiß und mit einer Edelstahlleiste verschönert, Wanten und Stage sind erneuert, die Bamar-Rollanlagen wurden gegen Reckmann-Anlagen getauscht, Masten und Bäume sind neu lackiert, Baumbremsen wurden geriggt, in der Reling gibt es nun eine seitliche Pforte, Halterungen für Rettungsinsel u. ä. wurden ergänzt, beide Ankerwinden arbeiten wieder, am Heck gibt es eine weitere Ankerwinde, Anker und Ketten wurden aufgerüstet, am Heck sind Davits montiert. Fast das ganze laufend Gut wurde ausgetauscht, die Leinendurchmesser und damit die Leinengewichte sind jetzt fast durchweg reduziert. In der folgenden Bilderserie gibt es ein paar Detaileindrücke des aktuellen Zustands. Ach ja, falls sich jemand wegen der „Windel“ unter dem Heck wundert, das ist ein Slap-Silencer. Allen Befürchtungen zum Trotz („rausgeschmissenes Geld“), der Slap-Silencer sorgt für wohltuende Ruhe im Achterschiff, dass sonst bei den niedlichsten Wellchen lärmt, als wäre man krachenden Brechern ausgesetzt.

Der alte 30 kg-Bügelanker und ein 45 kg-Ultra. An 10 mm und 13 mm Kette. Gut zu sehen auch die Edelstahlleiste und das Fehlen des grässlich-roten Farbtons der Scheuerleiste
Zwei Ankerwinden, äußerst massive Mittelklampe, massive Festmacherklampen
Die ursprünglichen Bamar-Anlagen waren uns suspekt und verursachten viel Ärger. Stattdessen rollen jetzt technisch einfachere, aber wie wir hoffen unverwüstliche Reckmann-Anlagen die Vorsegel ein.
Rollgroß elektrisch, Einroll-Antrieb und Aushol-Antrieb, beides noch weitgehend urtümliche Amel-Technik – und damit ursolide. Im Zweifel oder Notfall auch manuell bedienbar. War bei der Überführung aus Lymington auch nötig und ging supergut. Im Vordergrund die Wälder-Baumbremse für das Großsegel, die uns allerdings noch nicht überzeugen konnte.
Das feste Doghouse. Mago segelt bei rauen Bedingungen ausgesprochen nass. Dann erst erkennt man den Wert des Doghouses. Quer laufend der Großschot-Traveller, auf den Aufbauseiten die Fock-Traveller.
Doghouse mit Sprayhood von der Seite. Unter der Platte mit dem Amel-Schriftzug verbirgt sich die Luftansaugung für die Maschine. In Bildmitte unsere nachgerüstete Pforte. Das Original verlangte stets Klettern über die Schwiegermutterreling.
Rettungsinsel, Container einer John-Bouy (Einmann-Rettungshilfe) und das Dinghy auf dem Dach der Achterkabine. Der Besanschot-Traveller verläuft hinter dem Aufbau. Gut zu erkennen, dass das Doghouse nach achtern verschlossen werden kann.
Das Heck mit den neuen, schicken Davits, dessen Oberflächengüte allerdings fragwürdig ist. Badeplattform mit klappbarer Bade- und Notfallleiter, neben der Backbord-Davit ganz verschüchtert die Heck-Ankerwinsch. Unter dem Heck die „Windel“.

Mago del Sur – Innere Werte

Der Blick von außen ist eine Sache, aber wie steht es mit den inneren Werten? Wie stellt sich unsere Mago del Sur denn als Lebensraum dar? Auch hier gilt, im Prinzip natürlich wie fast jede Amel 54, aber im Detail gibt es doch kleine Unterschiede, teils durch Modifikationen der Werft über die Jahre der Produktion hinweg, teils durch Eingriffe der Eigner. Im Folgenden stellen wir Magos Inneres etwas vor. Da wir bei einigen Dingen unseren guten Helferlein sehr dankbar sind, benennen wir diese namentlich bzw. verlinken sie. Das ist natürlich eine Art der Werbung, aber wir machen es hier als Danke schön und vor allem unentgeltlich, einfach weil wir von der Leistung und Hilfe schlicht überzeugt waren bzw. sind.

Der erste Blick, nachdem man den Niedergang runtergestiegen ist: der Salon. Links bereits erkennbar, der Salontisch ist bevorzugter Arbeitsplatz, in diesem Fall von Anke.
Fast niemand, der das Boot erstmals besucht kann sich der Versuchung entziehen, einen der beiden Sessel auszuprobieren. Zwischen den Sesseln befindet sich ein Flaschenverlies („Bar“), dahinter lagern unser Geschirr, Gläser und profanerweise auch Anleitungen all unserer Ausrüstung. Unter den Sesseln Auszüge mit Ersatzteilen, und in den Bilgen eine Handvoll Weinflaschen und sperriges Werkzeug, vor allem der gesamte Maschinenpark.

Schon auf Just Do It legten wir Wert auf echtes Geschirr und echte Gläser. Wir bilden uns ein, dass es von bzw. aus beiden einfach besser schmeckt. Uns ist auch nie etwas auf See zerbrochen. Alle Verluste, die wir natürlich dennoch hatten, entstanden ausschließlich durch Unaufmerksamkeiten beim Abwasch. Daher gibt es auch auf Mago del Sur kein Plastik.

Jenseits der beiden Sessel öffnet eine massive Tür, die bei Bedarf das Vorschiff wasserdicht abschotten kann, den Zugang zu den Vorschiffskojen. An Steuerbord sind es zwei Etagenkojen, hier ist bei der oberen Koje das sogenannte Leesegel gespannt, das ein Herausfallen des Schläfers verhindert. Bei uns verhindert es im Moment der Aufnahme das Rausfallen all der (verborgenen) da oben abgelegten Dinge.
Blick nach achtern: Die Etagenkojen können mit schweren Vorhängen verschlossen werden. Sie halten die Wärme bei den Kojen und dämpfen den Schall. Gut sichtbar der Türausschnitt in der Schottwand. Unter der Koje und unter dem Fußboden befinden sich Stauräume, gefüllt mit Ersatzteilen aller Art.

Alle Vorhänge an den Fenstern, den Kojen und Hängeschränken haben wir erneuert, da die Originale vom Makler zu heiß gewaschen wurden und sich dramatisch verkleinert hatten. Nach langem Suchen hat uns ein kleiner Bremer Betrieb, der überhaupt nichts mit der Marinebranche zu tun hat, mit Vorhängen und passgenau angefertigten Teppichböden beliefert. Wir sind bis heute mit Materialqualität und Verarbeitung äußerst zufrieden. Daher hier für Interessenten der Link zum Kiosk de Luxe von Herrn Detlef Nordemann.

An Backbord befindet sich gegenüber der Etagenbetten eine Zwei-Personen-Kammer. Die perfekte Kuschelhöhle für zwei, die sich besonders lieb haben. Unter der Doppelkoje lagert unter Anderem unsere Schnorchel- und Tauchausrüstung.
Noch ein Stück weiter nach vorn folgt eine Nasszelle. Und da es sich hier um eine Amel handelt, bereits vom Werk aus mit Trockner (im Foto sichtbar) und Waschmaschine ausgestattet. Stehhöhe unter der Dusche rund 1,90 m. Ganz bescheiden im „Bilduntergrund“ eines unserer Heizwürfelchen, denn dieser Beitrag entsteht in winterlicher Kälte in Brest.
Waschmaschine, Dusche, WC, letzteres leider mit Frischwasserspülung, Herstellerbezeichnung Silent Flush. Was von Humor zeugt, denn das Ding macht beim Spülvorgang einen Lärm wie ein vorüberziehender Tornado.
Amel baut traditionell sehr seegerecht, so sind alle Waschbecken „Eigenbauten“, um eine praxisgerechte Tiefe zu gewährleisten. Die originalen, gammelnden und undichten Marine-Armaturen und rostenden Zahnbecherhalter haben wir gegen handelsübliche Sanitär-Produkte getauscht, wie es sich bereits bei Just do it bewährt hatte.

Amel hat einen legendären Ruf, was Bauqualität und Zuverlässigkeit betrifft. Aber wie überall, es gibt nichts, das absolut perfekt ist. So scheint es nicht nur auf unserer Mago del Sur Probleme mit der Kantenversiegelung der Spiegel zu geben. Man kann es bei genauem Hinsehen erkennen. Aber wenn es keine schlimmeren Probleme gibt …

Zurück im Salon. Polster und Bezüge sind erneuert und das Design der Rückenlehnen ist modifiziert. Gut zu sehen die Rumpffenster. Ohne die wäre uns das Boot zu sehr Kellerschiff. Vor dem Fenster in Bildmitte kann ein TV-Bildschirm ausgefahren werden, und ganz Understatement: das Bose-Soundsystem versteckt sich schüchtern in den Ecken, der Subwoofer bollert unter der rechten Sitzbank. Ansonsten stauen sich unter den Bänken Lebensmittel, in den Bilgen darunter Ersatzteile u. ä.

Mit dem Design der Rückenlehnen hatte man sich bei Amel reichlich verhauen. Vor allem oben sprangen sie unangenehm weit vor. Die jetzige Form entspricht annähernd der, die Kurt Reinke für die Super 11 vorgegeben hat, und die sich sehr bewährt hat. Wie bei unserer Just do it suchten wir nach einem besonders robusten und langlebigen Material aus der Restaurantbranche. Fündig wurden wir überraschend beim Restaurant Natusch, in dem uns anlässlich eines leckeren Fischessens die erstaunlich fleckenfreien Bezüge der Bestuhlung faszinierten. Freundlicherweise erhielten wir vom Restaurant auf Nachfrage auch die Bezugsadresse. Daher hier noch mal unser Danke schön an die Geschäftsführung verbunden mit dem Hinweis, das man bei Natusch in Bremerhaven wirklich hervorragenden Fisch essen kann. Und da wir mit den erhaltenen Bezügen außerordentlich zufrieden sind, und es für den einen oder anderen Segler sicher interessant ist: Den Stoff bekamen wir bei Otto Knechtel in Oyten

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Blick vom Salon in die U-förmige Pantry, etwas finster heute. Neben der Pantry der Niedergang mit einer nicht allzu steilen Treppe, die man auch vorwärts heruntersteigen kann.
Hier die Pantry etwas besser ausgeleuchtet. Auch Standard bei Amel: Geschirrspüler und Mikrowelle. Links praktisch am ruhigsten Punkt des Bootes die ebenfalls extra tiefe Spüle, rechts im Vordergrund zu ahnen, der Deckel der Kühl-/Gefrierkombination. Gegenüber ebenfalls nur zu ahnen, ein Kühlschrank mit zwei Auszügen. Der Vorgänger hatte eine Tür, so dass einem auf See bei geöffneter Tür immer der Inhalt entgegen kam. Außerdem war ich einmal auf die geöffnete Tür gefallen und hatte die Scharniere ziemlich verbogen.
Martins ganzer Stolz. (Bei uns kocht Martin und Anke backt.) Der alte Eno-Herd war in einem solch schauerlichem Zustand – wir wissen nicht, was der Vorbesitzer damit getrieben hat – dass wir ihn schon aus Überlebensinteresse gegen einen bereits auf Just do it bewährten, diesmal vierflammigen Force 10 getauscht haben.
Oberhalb des achterlichen Schenkels der Pantry versammelt sich die Elektrik. Links das 24V-Panel, rechts das 240V-Panel, ganz rechts Panel für Generator, Heizung und Fehlerstromüberwachung. In der Mitte zwischen den Panels verbirgt sich hinter einer Klappe der Zugang zum Ruderantrieb und dem zweiten Autopiloten. Versetzt darunter das Bedienpanel für den Wassermacher. Die dunklen Türen verbergen kleine Schränke für Essig, Öl, Gewürze u.v.m.
Gegenüber der Pantry die Navi-Ecke. Vorsicht, der Stuhl des Navigators bricht derzeit zusammen. Also möglichst nicht benutzen.
Navi-Ecke: Dominierend der Bildschirm des Bord-PC, rechts davon von oben Stehwellenmessgerät, Pactor-Controller, Schalterleiste1, GPS, Schalterleiste2, Amateur-Funke, 2 USB-Steckplätze für den PC.
Blick zurück: UKW-Handfunke mit kabellosem Tochtergerät; die Tochter will partout nicht funken und hört nur. Kaum zu sehen eine Handheld-UKW-Funke ebenda. Im Alurahmen ein Meteograph.
Hinter der Navi-Ecke geht es nach achtern. Hier befindet sich die „Lotsenkoje“, die ruhigste Schlafgelegenheit an Bord. Unter ihr versteckt sich das komplette Batterie-Arsenal. Rechts Ablagen und Staumöglichkeiten und ein Fenster ins Cockpit. Hinter der Holzwandung der Dieseltank als Beginn des Motorraums. Die Tür im Hintergrund ist ebenfalls eine Schott-Tür. Auch hier lässt sich die achtere Sektion des Bootes hermetisch verschließen.
Zaghafter Blick in die Achterkabine, ebenso zaghaft unten ein weiterer Heizwürfel.
Doppelbett. Beiderseits des Betts können Leebretter aufgebaut werden, um auch bei Lage das Bett nicht unfreiwillig zu verlassen. Klappt man das Bett nach oben, hat man Zugang zur Ruderanlage, dem ersten Autopiloten und diverse weitere Staumöglichkeiten für sperriges Gut. Die Teppiche beidseits des Bettes wurden ebenfalls von Detlef Nordemann angefertigt, eine sehr aufwendige Passarbeit. Die Originale waren schlicht verdreckt und verschimmelt und farblich auch nicht der Brüller.
Schminktisch (ohne Funktion, Anke schminkt sich nicht und Martin auch nicht) und Sekretär gleich an steuerbord in der Achterkabine.
Achtere Naßzelle mit einem ebenso tiefen Becken und einem ebenso lärmendem WC wie im Vorschiff, und …
… gleich um die Ecke eine zweite Duschkabine mit bescheidenen 2,10 m Stehhöhe. Die Bubble-Folie an der Decke zeugt davon, dass es gerade winterlich kalt ist und wir einige Kältebrücken isoliert haben.