Essay

Essay

Auf der Reise von 2004 bis 2009 sind wir immer wieder eindrucksvollen Menschen, ungewöhnlichen Erlebnissen, unerwarteten Eindrücken und vielfältigen Anregungen begegnet, die sich in besonderen Berichten niedergeschlagen haben. Einige wurden dann sogar veröffentlicht.

Wir wollen diese „Tradition“ gerne wieder aufleben lassen. Einige Beiträge, die seinerzeit entstanden sind, stellen wir in aufbereiteter Form nach und nach erneut ein, da wir denken, dass sie nach wie vor von Interesse sind, und sei es für den Vergleich damals und heute. Da die einigen Berichten angefügten, praktischen Informationen in Teilen nicht mehr aktuell sind, haben wir sie meist beim Beitrag belassen und nicht zu den Sailors Tipps gestellt, oder auch mal ganz gestrichen.

Bisherige Themen:
– Cebiche peruano
– Brasilien – Salvador und die Baía de Todos os Santos
– Die Ríos Paraná und Paraguay – auf eigenem Kiel ins innere Südamerika
– Kap Hoorn ist anders
– Patagonien
– Chiles Küsten
– Fregatten, Fischer und Piraten – von Salalah im Oman nach Aden

Cebiche Peruano

Ohne Aji Limo, eine Art Chilischote, ist die peruanische Cebiche oder Ceviche nicht zu denken. Andererseits, wenn man eine bereiten will, und das in Deutschland, ersetzt man die Aji limo durch eine Chilli. Was soll´s.

Als uns kurz vor dem Aufbruch zur Reise 2004 Katrin Krämer fragt, was uns besonders an dieser Reise reize, da kam mir, Martin, nicht zuletzt auch die Küche der vor uns liegenden Länder, deren Esskultur in den Sinn, auf die ich mich sehr freute. Und so geht es mir und uns auch jetzt, beim Start auf die neue Reise. Leider schränkt Covid die Möglichkeiten derzeit sehr ein, aber wir freuen uns schon auf den Tag, an dem sich das gibt, wir wieder Restaurants oder Garküchen werden besuchen können. Eine, wenn nicht gar die beeindruckendste, kulinarische Begegnung resp. Entdeckung war die peruanische Küche, und die ist ohne Cebiche nicht denkbar.

Daher an dieser Stelle eine Hommage an die peruanische Cebiche …

Brasilien – Salvador und die Baía de Todos os Santos

In der Allerheiligenbucht auch heute noch alltägliches Verkehrsmittel – der Einbaum

Die Zeit in der Allerheiligenbucht erlaubte uns erstmals, brasilianisches Leben und die kennzeichnende brasilianische Lebensfreude in all seiner Vielfältigkeit zu erleben. Die Beschreibung unserer Eindrücke wurde Ende 2005 im Blauwasser und etwas modifiziert 2012 im TO-Magazin veröffentlicht.

Bericht über Salvador und die Baía

Ríos Paraná und Paraguay –
auf eigenem Kiel ins innere Südamerika

Auf den Flüssen suchten wir die Natur – oft kam sie zu uns an Bord

Hängen geblieben in Buenos Aires. Ein verlorenes Jahr? Keineswegs, wenn man Chancen, die sich bieten, ergreift. Uns bescherte der erzwungene Stopp auf dem geplanten Weg nach Süden eine Reise in die Seele Südamerikas. Viel Natur, aber noch mehr Begegnungen mit den Menschen. In Blauwasser 3/2006 wurde unsere Schilderung erstmals veröffentlicht.

Beschreibung unserer Flussfahrt auf Paraná und Paraguay

Kap Hoorn ist anders –
eine persönliche Annäherung

Bei ruhigem Wetter vor dem Kap mit dem berühmten Denkmal für die auf See Gebliebenen

Anfang 2007 war es dann doch geschafft, wir konnten Feuerland erreichen und uns war das Glück vergönnt, das Kap zu umsegeln. Hier herrschen – so wird gerne berichtet – an wer weiß wie vielen Tagen Stürme aus West. Dem Mythos muss genüge getan werden. Und in der Tat, hier kann es reichlich kacheln. Aber es gibt auch andere Zeiten. Tage der Windstille, Tage mit östlichen Winden. Uns waren freundlicherweise die angenehmen Saiten gegeben, und darüber und unsere persönliche Annäherung haben wir in einem Beitrag in Blauwasser 03/2007 berichtet.

Kap Hoorn – hier eine modifizierte Fassung unseres damaligen Berichts

Patagonien

Patagonien ist ein wenig befahrenes Revier. Doch es ist ein Teil der Welt voller Reize, Vielfalt und auch vieler Überraschungen.

Patagonien stand beim Start 2004 nicht auf unserem Plan. Aber wie es so ist, Pläne ändern sich. Und so hatten wir das große Glück, dass uns unser „Seglerschicksal“ in dieses außergewöhnliche Revier verschlagen hat. Unsere Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen habe ich seinerzeit in einem dreiteiligen Bericht verarbeitet, der aber nicht veröffentlicht wurde.

Chiles Küste

Küste südlich von Taltal – schar liegend, die Küstenkordillere erhebt sich unmittelbar aus der See, pacifische Bedingungen. Im Hintergrund schwach erkennbar, wie sich eine Wolkenwalze vor der Kordillere staut, oder von dieser zur See heruntergleitet. Wer weiß das gerade???

Die chilenische Küste zu bereisen war noch weniger geplant, als unser Weg über Feuerland und Patagonien. Wir hielten sie ursprünglich für „unbesegelbar“, schar liegend, abweisend, ohne Schutz und Unterschlupf. Wie so oft zeigt die Wirklichkeit sich ganz anders. Letztendlich war die Küste aus navigatorischer Sicht einfach zu befahren, allerdings die ausgeprägte Beeinflussung des Wetters durch lokale Einflüsse (Seewinde, Fallwinde, Kapeffekte) war, sagen wir mal spannend. Weitere Infos zu Chiles Küste und zu den hiesigen Wetterbedingungen finden sich unter Sailors Tipps.

Hier der alte Aufsatz zu Chiles Küsten.

Fregatten, Fischer und Piraten – von Salalah im Oman nach Aden

Nahbegegnung auf der Passage Salalah – Aden. Letztlich ging es nur um den Tausch von Fisch gegen Zigaretten (Foto: S. Lang/M. Bartels)

Ende 2008 war es schon reichlich spät für die Querung des Indik geworden, die Taifunsaison drohte. Daher beschloss ich durch das Rote Meer nach Europa zurückzukehren. Damit war jedoch die Querung des damals von Piraterie heimgesuchten Gebiets rund um Sokotra unvermeidlich. Fünf Boote hatten sich zusammengefunden, um diese Strecke gemeinsam zu segeln. Die Erfahrungen habe ich in einem Beitrag in Blauwasser 02/2009 zusammengefasst, hier in etwas modifizierter Form eingestellt.

Fregatten, Fischer und Piraten