Trans-Ocean Stützpunkt

Trans-Ocean Stützpunkt

Der zweite segelnde Stützpunkt

Wie die Idee eigentlich aufgekommen ist, können wir nicht mehr nachvollziehen. Aber nachdem sie nun einmal in der Welt war, an uns herangetragen wurde, und ich als ehemaliger Vorsitzender sie auch gerne aufgegriffen habe: Es ist uns ein Vergnügen und auch eine Ehre – um diesen alten Terminus zu nutzen – zukünftig gemeinsam mit der Alexander von Humboldt II als der zweite schwimmende Stützpunkt des Trans-Ocean zu dienen. Ich schreibe im Plural, da die Aufgaben letztlich sicherlich zu gleichen Teilen von Anke und mir ausgeübt werden.

Unser Standort wird naturgemäß wechseln. Aber getreu dem Motto „TO ist, wo sich zwei Crews unter dem Stander des TO treffen“, wollen wir für die Mitglieder, aber auch für alle anderen Blauwassersegler Anlaufpunkt sein. Egal ob auf dem Ankerplatz oder auf dem Hardstand. Wenn wir moralischen Beistand leisten können oder konkrete Hilfe, wir tun es gerne, soweit es in unserer Macht steht. Genauso freuen wir uns natürlich auch über einen Besuch, schlicht zum Klönschnack. Also Herzlich Willkommen!

Ihr erreicht uns bis auf Weiteres unter folgenden Möglichkeiten

fon:             +49-173-2351308
email:          mbirkhoff@web.de
UKW:          DHWT2
SSB:             DC9MB

Martin und Anke Birkhoff
SY Mago del Sur

Standort:
s. Positionsreport unter SY Mago del Sur auf der TO-Seite oder bei Marine-Traffic, VesselFinder o. ähnlichen Angeboten.


Aktuelle Infos des TO-Stützpunkts
Mago del Sur

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02. September 2022
Stichworte: TO-Stützpunkt – Aktivitäten
Thema: Was treibt ein fahrender bzw. segelnder TO-Stützpunkt
Antwort (02.09.22, Port de Roses): Nun, zunächst müssen wir zugeben, dass der Begriff „fahrender“ zur Zeit die Wirklichkeit besser trifft als „segelnder“. Zumindest im Mittelmeer. Derart viele Motorstunden wie in diesen Gewässern sind, zurückhaltend ausgedrückt, etwas ungewöhnlich.
Was ein fahrender TO-Stützpunkt treibt, lässt sich am besten verdeutlichen durch eine Zusammenfassung dessen, was wir in den letzten Monaten gemacht haben. Hier eine Zusammenstellung unserer interessantesten Aktivitäten:

  • Auf den Liparischen Inseln trafen wir ein junges deutsches Seglerpaar, die ihr neu erworbenes, bereits älteres aber grundsolides und vielversprechendes Schätzchen an die Nordsee verbringen wollten. Dafür stand natürlich ein begrenzter Zeitrahmen zur Verfügung. Wir unterstützten die beiden bei ihren Vorhaben durch Etappen- und Wetterberatung, beispielsweise bei dem Problem gegen den Portugiesischen Norder nach Norden voranzukommen (Warten auf den rechten Moment), berieten und gaben seelischen Beistand vor der Biskaya, gleiches bezüglich des Orca-Risikos. Wir freuen uns, dass sie inzwischen den langen Trip von den Liparischen Inseln bis nach Nieuwport in Belgien ohne Probleme geschafft haben.
  • Eine andere Begegnung hatte zur Folge, dass wir angehende Langfahrtsegler holländisch-ungarischer Nationalität (die Nationenfrage war genau genommen noch etwas komplizierter) durch Beratung in Törnfragen ebenso wie bei technischen Fragen unterstützten. Teils telefonisch, teils vor Ort in Marina di Ragusa. Wir nahmen sie auch mal auf einer schwierigen Etappe mit, um ihnen die Passage durch den Raz du Seine (Bretagne) zu zeigen und ihnen die Möglichkeit zu bieten, Erfahrung zu sammeln. Diese ehemaligen Novizen haben sich in Rekordzeit gemausert, sind Inhaber des Yachtmaster und auch sonst inzwischen ehrgeizig unterwegs. Erfahrung sammeln ist sicher nicht mehr vordringlich. Soeben, d.h. heute am 02.09.22, sind sie von Villamura nach Madeira gestartet.
  • In Port Napoleon berieten und ermutigten wir ein österreichisches Seglerpaar bei den (leider oder unglücklicherweise) mit dem neu übernommenen Boot auftauchenden Problemen. Seitdem halten wir Kontakt und stehen auch aus der Ferne für einen fachlichen Austausch zur Verfügung. Wir sind aber überzeugt, dass sie alles meistern werden und sind gespannt auf unser Wiedersehen.
  • Im Rahmen unserer Möglichkeiten geben wir Seglern mit technischen Problemen Tipps zu lokalen Reparaturmöglichkeiten. Da sind unsere Möglichkeiten natürlich bescheiden verglichen mit Stützpunkten, die an Land mit ihrer Region und Umgebung durch und durch vertraut sind.
  • Gezielt angefragt haben wir Informationen zu „Überwinterungshäfen“ entlang der eigenen Route, soweit wir dies mit unserer eigenen Erfahrung machen konnten, zusammengefasst und weiter gegeben.
  • Eine ähnliche Frage betraf Reviertipps aus unserer Erfahrung mit dem Schwerpunkt: Wo kann man in der Sommerhochsaison des Mittelmeers dem Trubel etwas entgehen? Bei solchen Fragen kommen wir allerdings auch an unsere Grenzen, denn wir können keine einschlägigen Revierführer ersetzen.
  • Manchmal begegnen uns auch außergewöhnlichen Fragen, z.B. wo und wie kann ich meinen „Hausstand“ nach Auflösung meiner heimischen Wohnung zu meinem Boor liefern lassen und auch praktisch übernehmen (Liegemöglichkeit an Kaimauer, Höhe derselben, kann eine verfrüht eintreffende Lieferung zwischengelagert werden, usw.)? Auch hier konnten wir zufälligerweise oder mit Glück – wie man es nimmt – helfen.
  • Gerne sind wir auch einfach mal gesellschaftlicher Treffpunkt, für einen netten Klönschnack oder Erfahrungsaustausch.
  • Nebenbei versuchen wir, an geeigneten Orten neue Stützpunkte zu akquirieren
  • Oder wir verkaufen Vereinsstander, von denen wir eine gewisse Zahl mitführen. Natürlich geht der Erlös 1 zu 1 an den TO.
  • Wir weisen interessierte Segler auf die digitalen TO-Seminare hin und
  • wir werben schlicht und einfach Mitglieder, wenn sich die Gelegenheit bietet. Anke spottet immer schon über meinen unvermeidlichen „Werbeblock“ bei Begegnungen mit Nicht-TO-Seglern.

Alle Hilfen und Unterstützung machen wir ohne Ansehen der Person oder der Mitgliedschaft. Ziel ist allerdings, dass wir durch unsere Aktivitäten so viele Segler wir möglich für den TO interessieren.

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01. August 2021
Stichworte: Gas unterwegs – deutsche Gasflaschen – Camping-Gas
Frage: Kann ich unterwegs deutsche Gasflaschen befüllen lassen? Ist es besser die blauen Camping-Gas-Zylinder zu nutzen?
Antwort (01.08.21, Almerimar): Hier müssen wir vorerst auf die Erfahrungen der letzten Reise zurückgreifen. Camping-Gas gibt es recht problemlos im Mittelmeer und in französischen Überseebesitzungen im Tausch bzw. zu kaufen. Andernorts ist ein Tausch/Befüllen der Camping-Gas-Flaschen kaum möglich. Weitere Nachteile sind der hohe Preis und die geringe Füllmenge. Deutsche Flaschen ließen sich auf der letzten Reise nahezu überall befüllen. In Chile und Peru musste dazu allerdings der Anschluss gegen einen chilenischen bzw. peruanischen getauscht werden. Das war problemlos möglich, da die Gewinde im Flaschenhals zueinander passen. Überall sonst waren die deutschen Anschlüsse ausreichend. Als Adapter war lediglich nötig: Eine Umkehrung vom Überwurfgewinde am Ventil zu einem Einschraubgewinde mit gleicher Steigung, davon eine Version mit 5-6 mm Einschraubtiefe und eine Version mit 10-12 mm Einschraubtiefe. Die Adapter waren insgesamt nur 1x in Brasilien, 1x in Argentinien und 1x in Port Moresby, Papua-Neuguinea erforderlich.
Auf der gegenwärtigen Reise haben wir 2 unserer 3 deutschen 10 kg-Zylinder zum ersten mal in Lissabon aufgefüllt. Das ist (wie überall in Europa, sic!) nicht ganz einfach einfach. So geht´s: Im Büro der Marina Docca de Alcantara nach Carlos fragen, dem Helfer der Segler. Carlos organisiert die Füllung. Das kostet etwas, aber das ist ok, denn Carlos muss die Zylinder in einen Vorort von Lissabon bringen, dort etwas nachhelfen, und dann wieder zurück.

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26. Juni 2021
Stichworte: Einreise Portugal per Boot – Covid 19 – aktuell
Frage: Wie muss ich mich bei Einreise verhalten? Muss man sich melden und wenn ja wo und wie, oder muss man die Erklärung zur Symptomfreiheit und einen negativen Test mit sich führen? Gibt es eine Art der Einreisemeldung?
Antwort (26.06.21, Porto): Zur Einreise in Festlands-Portugal auf dem Seeweg ist für Bürger aus dem Schengen-Raum analog zum Flugverkehr offiziell die Vorlage eines maximal 72-Stunden alten PCR-Tests oder eines max. 48 Stunden alten Antigen-Schnelltests erforderlich.
In der Praxis hat uns in den bisher angelaufenen Häfen Povoa de Varzim und Porto niemand nach irgendwelchen Nachweisen gefragt. Auch von anderen Seglern verschiedener Nationalität ist uns das bestätigt worden (Briten, Neuseeländer, Franzosen).
Nach dem Anlegen geht man wie üblich zum Hafenmeister und macht den Papierkrieg, der von Hafen zu Hafen recht unterschiedlich sein kann. Da geht es in der Regel nur um Schiffspapiere, Versicherungsnachweis, Pass bzw. Personalausweis.

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06. Juni 2021
Stichworte: Einreise Spanien per Boot – Covid 19 – aktuell
Frage: Wie muss ich mich bei Einreise verhalten? Muss man sich melden und wenn ja wo und wie, oder muss man die Erklärung zur Symptomfreiheit und einen negativen Test mit sich führen? Gibt es eine Art der Einreisemeldung?
Antwort (aktualisiert 26.06.21, Porto): Ab 07.06.2021 ist es für Bürger aus dem Schengenraum unseres Wissens möglich, ohne PCR-Test in Spanien einzureisen. Ein Antigentest, der Nachweis der vollständigen Impfung oder der Nachweis einer Genesung von einer Covid19-Erkranung reichen dann offiziell aus.
In der Praxis hat uns in den bisher angelaufenen Häfen niemand nach irgendwelchen Nachweisen gefragt. Auch von anderen Seglern ist uns das bestätigt worden.
Nach dem Anlegen geht man wie üblich zum Hafenmeister und macht den Papierkrieg, der von Hafen zu Hafen ganz unterschiedlich sein kann. Da geht es in der Regel nur um Schiffspapiere, Versicherungsnachweis, Pass bzw. Personalausweis.

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21. Mai 2021
Stichworte: Covid-19 – Reisen – Frankreich per Boot – aktuelle Situation
Thema: Covid19-bedingte Einschränkungen in Frankreich – Aktualisierung
Info (21.05.21 – St Martin de Ré):
Aktuell ist das Segeln in Frankreich praktisch uneingeschränkt möglich. Die Häfen sind geöffnet, Ankern ist erlaubt und es gibt keine Beschränkung hinsichtlich des Radius, den man sich vom Ausgangshafen entfernen darf. Die Einreise mit dem Segelboot ist ebenfalls problemlos möglich. Man sollte aber einen aktuellen PCR-Test bei der Einreise mitführen und eine Selbsterklärung verfassen, in der man bestätigt, dass man keine Corona-typischen Symptome hat. Wer sich unsicher fühlt, findet Vordrucke für die Selbsterklärung im Internet, u.a. unter u. genannten Adresse. Die einzige Einschränkung, die Bedeutung haben kann, ist die Ausgangssperre, die seit dem 19.05.2021 zwischen 21:00 und 06:00 gilt. Wenn man mit dem Boot über Nacht segelt, spielt das jedoch keine Rolle. Man sollte nur darauf achten, innerhalb der „zulässigen“ Zeit in einem Hafen anzukommen. Aber auch da sind die Hafenbediensteten und Behörden in der Regel großzügig.

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27. April 2021
Stichworte: Trans-Ocean – Stützpunkt – La Rochelle
Thema: Stützpunkt krankheitsbedingt vorerst nicht aktiv
Info (27.04.21 – La Rochelle): Der TO-Stützpunktleiter in La Rochelle, Reinhold Michelly ist leider erkrankt und kann seine Funktion bis auf Weiteres nicht wahrnehmen. Wir wünschen ihm baldige Genesung.

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27. April 2021
Stichworte: Covid-19 – Reisen – Frankreich per Boot – aktuelle Situation
Thema: Covid19-bedingte Einschränkungen in Frankreich – Aktualisierung
Info (27.04.21 – La Rochelle): Voraussichtlich wird Frankreich am 03. Mai 2021 die Einschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 10 km vom Wohnort aufheben. Das nächtliche Ausgangsverbot bleibt jedoch vorerst bestehen. Das würde bedeuten, dass man sich mit einem Segelboot in Frankreich räumlich wieder uneingeschränkt bewegen kann. Das nächtliche Ausgangsverbot ist jedoch weiter zu beachten. Aktuelle Informationen stets unter https://meinfrankreich.com/corona-in-frankreich-der-dritte-lockdown/

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14. April 2021
Stichworte: Covid-19 – Einreise Frankreich per Boot – aktuell
Frage: Wir … wollen gegen Mitte Mai von Makkum in Richtung Süden aufbrechen. Im Augenblick ist die Einreise in Frankreich aus touristischen Gründen ja nicht möglich. Wir würden uns aber über eure persönliche Einschätzung freuen. Was meint ihr? Ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Wochen die Einreise über Boot möglich wäre?
Uns ist natürlich klar, dass es eine reine subjektive Meinung ist. Aber vielleicht kriegt man vor Ort mehr mit als hier.
Antwort (15.04.21, La Rochelle): Die Annahme, dass man Frankreich touristisch nicht besuchen kann, trifft für Segler u. E. nicht ganz zu. Man kann Frankreich mit dem Boot besuchen, muss aber zwei Voraussetzungen erfüllen:
(a) Man braucht einen aktuellen, negativen PCR-Test und (b) man muss eine Selbstauskunft verfassen, dass man keine typischen Symptome zeigt. Dafür gibt es Vordrucke im Internet. Dann kann man ohne Probleme einreisen. Siehe link: https://meinfrankreich.com/corona-in-frankreich-der-dritte-lockdown/
Das eigentliche Problem ist zur Zeit die Inlandssituation. Man darf sich von dem Wohnort (Wohnung) / Aufenthaltsort nur in einem Umkreis von 10 km bewegen. Und zwischen 19:00 und 06:00 gilt eine Ausgangssperre.
Mit anderen Worten: Nach dem derzeitigen Kenntnisstand könnt Ihr problemlos in Frankreich per Boot einreisen. Wobei sich die Hafenbehörden freuen würden, wenn Ihr das zwischen 06:00 und 19:00 macht. Diesbezüglich ist man bislang jedoch meistens entspannt bei Booten, die aus dem Ausland kommen, und es sollte auch außerhalb dieser Zeiten keine Probleme geben. Überlegt Euch aber genau, an welchem Ort Ihr einreisen wollt. Denn diesen Ort könnt Ihr nicht so ohne weiteres verlassen. An Land seid Ihr an den 10 km Radius gebunden. Auch dürft Ihr Segeln gehen, sogar über die 10 km hinaus, aber der nächste Hafen darf nicht weiter als 10 km vom Ausgangs-Hafen entfernt sein. Und Ihr müsst dort (oder im Ausgangshafen) bis 19:00 Uhr einlaufen. Außer, Ihr verlasst Frankreich, um in ein anderes Land zu segeln.
Eine Alternative kann sein, eine „Überführungsfahrt“ mit zusätzlichen professionellen Seglern an Bord zu machen. Wobei man in diesem Fall natürlich nicht einen Hafen nach dem anderen anlaufen kann, sondern schon erkennbar Strecke machen muss. Aber: Auch wenn das heute toleriert wird, kann das morgen schon wieder anders sein.
Beim letzten Lockdown Ende 2020 war die Küstenwache und waren die Hafenbehörden sowie die Gendarmerie recht großzügig, egal, ob man einreiste, ob man – trotz Verbot – ausgelaufen war, oder wenn man bei einer längeren Etappe zwischendurch mal geankert hat. Das wurde durchaus kontrolliert, wurde aber toleriert. Ob das derzeit noch so ist, ist uns nicht bekannt.
Mehr oder präzisere Informationen können wir zur Zeit (15.04.21) nicht geben.

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11. Februar 2021
Stichworte: Schiffskauf – MwSt. – Schiffspapiere
Frage: Was für Papiere sollte man an Bord haben, um (z.B. in Frankreich) keine Probleme z.B. mit dem Mehrwertsteuernachweis oder Eigentumsnachweis oder Ähnlichem zu haben? Ein TO-Standerschein ist schön, aber reicht vielleicht nicht aus? Was sonst? Deutsches Flaggenzertifikat? Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Antwort (12.02.21, Lorient): Diese Frage verlangt nach einer umfassenderen Antwort. Wir haben die entsprechenden Informationen in einem kleinen Aufsatz zusammengefasst und unter Sailors Tipps eingestellt. Alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.
Hier der direkte link zum Aufsatz