Wetter auf São Jorge

Wetter auf São Jorge

Auf dem Weg nach São Jorge. Spiegelglatte See, kein Lüftchen, strahlend blauer Himmel. Nicht die Spur eines Wölkchens. Man kann gar nicht auf die Idee kommen, dass die Azoren auch anders können. Aber sie können. Und wie.
Zum Beispiel so: Dichter Nebel? Oder tief fliegende Wolken? Wie auch immer man das definieren will. Jedenfalls war das Wetter auf São Jorge schon besonders, ungewohnt und eindrucksvoll. Übrigens haben wir es hier gerade mit einer Straße Level 3 nach unserer frisch entwickelten Straßenkategorisierung zu tun (vgl. u.)

Die Azoren waren für mich, Martin, immer so etwas wie ein unrealer Traumort. Irgendwie Traum, daher auch nie erreichbar. Fast so etwas, wie das sagenumwobene Atlantis. Zumal die Azoren ja mitten im Atlantik liegen, wohin man besagte Sagenwelt ja auch verorten könnte. Bereits auf unserer letzten Reise entzogen sich die Azoren unserem Besuch, da die Wettergötter Ende August 2009 gänzlich unerwartet zuließen, die vom Portugiesischen Norder geprägte Küste Portugals entgegen der vorherrschenden Windrichtung zu bezwingen. Umso mehr genießen wir nun den Aufenthalt hier. Natürlich – welch ein blödes Wort, denn ob die Dinge sich in einer gewissen Art und Weise quasi natürlich darstellen oder nicht, hängt lediglich von eigen Entscheidungen ab – natürlich konnten wir nicht jede Insel besuchen. Wollten wir auch nicht. Bewusste Entscheidungen. Aber die Inseln, die wir besuchten, wollten wir genießen, in sie eintauchen, uns ihnen ein wenig hingeben. Nicht umsonst haben wir uns knappe sechs Wochen auf diesem Archipel aufgehalten.

São Jorge mit dem bescheidenen Hauptort Velas, ein im Grunde leicht städtisches Dorf, ist vielleicht die Azoreninsel, die sich den ursprünglichsten Charakter aller Azoreninseln erhalten hat. Der Hafen samt Marina ist winzig. Häufig muss man im Schutz der Mole des auch nicht besonders großen, kommerziellen Hafens ankern. Wir hatten jedoch das Glück, nach einer Nacht vor Anker in die Marina schlüpfen zu können. Um präzise zu sein, wir durften uns an die Tanke legen. Päckchenlieger inbegriffen, und natürlich war zu akzeptieren, wenn jemand tanken wollte, dass dieser Jemand zusätzlich längsseits gehen könnte und der Dieselschlauch einmal quer über Mago liegen würde. Kein Problem, oder? Am zweiten oder dritten Tag dort drehte der Wind, und vom Parkplatz neben dem Tankkai krümelte scharfkantiger Vulkanaschestaub, der hier allgegenwärtig ist, aufs Boot. Ansonsten: Der Hafenmeister begrüßte mich – Anke lag meist noch in der Koje – jeden Morgen aufs Herzlichste. Alles perfekt, um den Aufenthalt zu genießen. (Das ist wirklich so gemeint, denn die Insel kann man nur genießen.) Und darüber lassen wir mal wieder die Bilder und die Bildkommentare sprechen.

Velas. Das Hafenbecken für die Fischerboote. Perfekt auch, um mit dem Dinghi anzulanden. Im Vordergrund eine Replik eines Walfangbootes. Der halbrunde Bau im Hintergrund beherbergt die Fischauktionshalle. Rechts, direkt dahinter liegt eins der Top-Restaurants des Orts. Unter dem Kirchturm kann man dessen Dachterrasse ahnen.
Rinderverladung im Hafen von Velas. Ein Bild aus gar nicht so ferner Zeit.
Ankeridyll am Rande des kommerziellen Hafens. Das rot-weiße Zeichen links markiert die Einfahrt der Marina.
Velas aus der Vogelperspektive. Im Vordergrund die Marina, jenseits des Pfeils der kleine Fischerhafen. Der Pfeil deutet auf Mago del Sur an ihrem Liegeplatz am Tankstellenpier.
Jeden Morgen auf dem Weg zum Bäcker schreite ich über dieses Mosaik. Bis zur ersten Begegnung mit dem Mosaik hatten wir den Namen der Insel überhupt nicht mit der Figur des Heiligen Georg, des Drachentöters, in Verbindung gebracht.
Nach Überschreiten des Georg-Mosaiks gelangt man auf die Fußgängerzone, die jeden Morgen absolut menschenleer ist. Erstaunlicherweise ist die Bäckerei dennoch geöffnet und es sind stets Kunden dort.
Die Portugiesen lieben es, Gehwege, Fußgängerzonen, Plätze, teilweise sogar Fahrbahnen mit Mosaiken zu gestalten. Ausgesprochen angetan bin ich logischwerweise, als ich erkenne, dass sogar meine Initialen auf diese Weise berücksichtigt sind.
Das nennt man Ordnungsliebe.
Kleine Musikpavillons findet man in portugiesischen Örtchen in überraschender Zahl und Vielfalt. Auch in Velas´ zentralem Park, einem hübschen Ort zum Verweilen. Wieviel Wert man auf die Gestaltung von Parks, Plätzen und teilweise auch Straßen legt, erstaunt immer wieder. Hier muss man sich vor Augen führen, dass das Städtchen Velas mal gerade 1.900 Einwohner zählt.

Igreja de São Jorge und natürlich auch hier der zugehörige Drache.

In der Igreja. Üblicherweise begegnet man Darstellungen der Maria mit ihrem Kind. Darstellungen des Vaters mit dem Jesuskind sind eher selten. Josef mit Kind. Eine hölzerne Figur aus dem frühen 18. Jahrhundert.

Besonders überrascht sind wir über die Darstellungen des Heiligen Franciskus und der Heiligen Jacinta in ihren schlichten bäuerlichen Trachten. Ähnlichen Darstellungen begegnen wir noch zweimal. Erst später finden wir heraus, dass die Figuren sich auf Francisco Marto, Jacinta Marto und Lucia dos Santos beziehen. Diese erlebten der Legende nach im Jahr 1917 mehrfach Marienerscheinungen, wobei Lucia dem Berichten der Jacinta nach mit der Erscheinung sprechen konnte. Beide Geschwister verstarben zwei (Francisco) bzw. drei Jahre später an der Spanischen Grippe. Im Jahr 2000 wurden sie und ihr Bruder selig und im Jahr 2017 heilig gesprochen. Lucia lebte als Ordensschwester und Nonne und verstarb 2005. Es ist ganz interessant: Anke kann mit solchen Geschichten gar nichts anfangen. Mich dagegen fasziniert, dass es auch heute Gesellschaften (Kulturen) gibt, in der solche Glaubensinhalte, darf ich mal sagen, angenommen und insoweit gelebt werden, dass sie wie in diesen Beispielen als Skulpturen Eingang in die Kirchen und damit auch in die Glaubenswahrnehmung der betreffenden Menschen finden.
Der Drache äußert sich auf São Jorge meist auf ganz anndere Art und Weise: Was die Menschen hier erleben und überleben mussten. In Velas erinnert ein Kachelbild an die Erdbeben von 1964. Viele Häuser wurden zerstört und fast 5.000 Einwohner zunächst auf die Nachbarinseln evakuiert. Bei der Zahl muss man im Hinterkopf haben, dass die gesamte Inselbevölkerung aus rund 8.500 Menschen bestand. Die Amerikaner unterstützten die Menschen der Insel unter anderem mit der Bereitstellung von Nissen-Hütten (Quonset Huts). Der Vergleich der Kacheldarstellung mit dem vorhergehenden Foto veranschaulicht, dass die Pfarrkirche offenbar auch in Teilen zerstört bzw. beschädigt worden ist und leicht abgeändert restauriert wurde.
Hier und da kann man noch einer dieser Blechhütten begegnen. Nach dem Erdbeben dienten sie als Behelfsunterkunft, heute bestenfalls noch als Lager oder vielleicht auch als Stall.
Natürlich können wir nicht still im Hafen sitzen. Wir wollen uns die Landschaft, die allgegenwärtigen, von Mauern gegliederten Felder und Wiesen anschauen. Also mieten wir ein Auto. …
… und erkunden die Insel. Ein Stopp zwecks Orientierung. Gefahren sind wir auf der Straße mit Mittelstreifen, die rechts jenseits des Bildrandes einfach aufhört. Das ist allerdings nicht erschöpfend beschrieben. Die asphaltierte und markierte Straße endet dort an zwei Toren! Und es gibt auch keine wie auch immer geartete Fortsetzung. Die Fortsetzung laut Karte ist der Abzweig links. …
… und sieht nach wenigen Metern so aus. Wohlgemerkt, das ist eine offizielle Straße. Womit São Jorge uns den Anlass gibt, endlich mal die Straßen, denen wir begegnen, nach Qualität und gefordertem, fahrerischen Können zu kategorisieren. Hier eine Straße Level 1*. Immerhin ergibt sich bei dieser „Straße” aufgrund der geographischen Gegebenheiten, dass kaum Begegnungsverkehr gerechnet werden muss.

Straßenkategorien a la Martin und Anke

  • Level 1:
    Piste (dirt road), einspurig, regelmäßig anzutreffende Ausweichen. Suffix *: schlechter Zustand und/oder kaum Ausweichen. Suffix **: Allrad-Fahrzeug und gewisses Fahrzeuggewicht dringend zu empfehlen. Suffix +: ungewöhnlich breit, erlaubt Begegnungsverkehr
  • Level 2:
    befestigte Fahrbahn, einspurig, regelmäßig anzutreffende Ausweichen. Suffix *: schlechter Zustand und/oder kaum Ausweichen.
  • Level 3:
    befestigte Fahrbahn, zweispurig, kein Mittelstreifen. Ein Ausweichen bei großen Lkw und Bussen erfordert Umsicht.
  • Level 4:
    befestigte Fahrbahn, zweispurig, Mittelstreifen. In der Regel ausreichende Fahrbahnbreiten
  • Level 5:
    vier- oder mehrspurige Straßen. Richtungsfahrbahnen. Auf São Jorge nicht anzutreffen.

Unser zielloses Fahren – kaum zu glauben, dass wir auch so etwas hinkriegen – führt uns zu einem aufgegebenen Leuchtturm am äußersten nordwestlichen Ende der Insel. Ein Betreten des Geländes ist aus Sicherheitsgründen verboten. Offenbar nicht nur, weil der Turm zusammenfallen könnte, sondern auch da der Untergrund instabil ist. Natürlich betreten wir das Gelände und inspizieren die Gebäuderuinen – anders geht sowas mit Anke gar nicht. Die alten Wohnräume, die Generatorhallen und alles andere haben ja im weitesten Sinne Höhlencharakter.

Wie auch immer, der Leuchtturm am Ponta dos Rosais war zu seiner Zeit der modernste Leuchtturm Portugals.

Interessant: An einem bestimmten Punkt – exakt an dieser Mauer – ist auch das Verlassen des verboten betretenen Geländes verboten. Da wird man ja wirr im Kopf. Wir haben auch dieses Verbot ignoriert und sind über die Mauer gestiegen, …
… um diese Aussicht zu entdecken und zu genießen. Zur allgemeinen Beruhigung: Anhand der Fußspuren, der ausgetretenen Pfade und einer kanadischen Familie können wir schlussfolgern, dass wir nicht die einzigen sind, die die Verbote ignorieren. Sie haben wahrscheinlich den Zweck, den Grundeigentümer, also den Staat, von Haftungsansprüchen frei zu halten, denn man kann an dieser Stelle wunderbar abstürzen.
Unweit des Leuchtturms erklimmen wir einen Hügel …
… begeistern uns mal wieder für die Details neben uns …

… und haben schließlich auch noch das große Glück, auf eine der endemischen Arten zu stoßen, die hier zu Hause sind: den Azoren-Ampfer (Rumex azoricus). Ich muss zugeben, dass ich den deutschen Namen einfach interpretiert habe, denn wir wissen nicht, ob es einen solchen überhaupt gibt. Als olle Landespfleger kommen wir einfach nicht an solchen neben unserem Weg wachsenden Nebensächlichkeiten vorbei, ohne einen genaueren Blick auf diese zu werfen.

Nur wenige Schritte weiter stoßen wir auf einen alten Ausguck der Walfänger, der heute von den whale spottern genutzt wird. Dort finden wir dieses Kachelbild. Die junge Dame, die heute als whale spotter Dienst tut, kennen wir schon von einer Begegnung in Velas. Sie freut sich, uns zu sehen und gibt gerne Auskunft über alles, was wir wissen möchten. Wir haben sogar das Glück, durch ihr großes Binokular einen Pottwal erkennen zu können.

Verhaltensregeln für Yachties bei der Begegnung mit Pottwalen:

  • Hat man einen oder mehrere Wale entdeckt, annähern nur aus einem Winkel schräg von hinten/achtern.
  • In 60 m Entfernung aufstoppen.
  • Nicht näher als 30 m aktiv annähern, zuletzt gfs. parallel steuern, stets achtern versetzt zu den Tieren bleiben.
  • Wenn ein Tier auf das eigene Boot zuschwimmt, Motor aus und warten. Treiben lassen.
  • Die Tiere sind neugierig und kommen gerne aus eigenem Antrieb zu einer Bootsbesichtigung.
  • Wenn ein Tier mit erhobener Fluke abtaucht, kann man davon ausgehen, dass es eine Dreiviertelstunde (weibliches Tier) später etwa eine Seemeile entfernt auftaucht. Als Suchhilfe hilft die von der Fluke über den Körper gepeilte Richtung beim Abtauchen. Dieser Trick funktioniert allerdings nur per Pottwalen, nicht bei anderen Arten. Auf ein männliches Tier darf man auch schonmal anderthalb Stunden warten.
Wir sind zur Nordküste gefahren und stehen nun an einer entscheidenden Stelle. Ausblick nach Westen. Die asphaltierte Straße (Level 3) endet und geht über in Level 1+/1**. Was ziemlich ungewöhnlich ist. Ziel der Straße ist das Örtchen Fajã de João Dias. Es liegt auf der flachen Landzunge, die man in der Bildmitte erkennen kann. Da wir mit einem ziemlich leichten Vehikel unterwegs sind und fürchten müssen, dass es regnet, und die Gefälle bzw. Steigungen – der Rückweg könnte herausfordernder werden als der Hinweg – streckenweise deutlich über 10% bettragen, verzichten wir auf weitere Abenteuer am heutigen Tag.
Der Ausblick gen Osten. Eindrucksvoll, diese Küste auf der Nordseite der Insel.
Nächster Tag. Eine der typischen Windmühlen auf São Jorge. Mehrere von ihnen sind konzentriert bei Urzelina erhalten. Es muss mal unzählige davon gegeben haben. Leider existieren die heute nur noch museal. Interessant der propellerartige Antrieb. Es gibt übrigens auch Windmühlen mit einem Zweiblattpropeller. Da ist man schon sehr an die Luftschrauben der ersten Flugzeuge zu Beginn des 20. Jahrhunderts erinnert.

Selten, aber gelegentlich kann man das Innere einer solchen Windmühle anschauen. Die hier ist Kulturdenkmal und Museum und daher gut erhalten. Im Grunde selbsterklärend. Mit dem Besuch dieser Windmühle ist das schöne Wetter erst einmal vorbei. Es zieht sich zu, wird neblig und erste Tropfen fallen auf die Windschutzscheibe. Wir hoffen das nächste Örtchen auf unserem Weg, Calheta, dennoch ohne großen Regen erleben zu dürfen.

Kein Örtchen, in dem nicht aufmerksame Augen unsere Schritte verfolgen.
Auf São Jorge gibt es keine Garantie für Sonnenschein. Haben uns während des kleinen Spaziergangs durch das Fischerörtchen Calheta unmittelbar am Hafen unter die Schirme der Casa de Pasto Beira Mar geflüchtet. Ein Schild mit einer Übersicht über angebotene Speisen und der Aufschrift Self Service verlockt uns zum Mittagsmahl. Wobei Self Service bedeutet, dass es ein Buffet gibt, an dem man sich selbst bedienen kann. Alles sehr lecker.
Nicht nur wir suchen Schutz vor dem Regen. Der wird immer schlimmer und schließlich kommt die Wirtin und lotst uns in die eigentliche Gaststube. Das Buffet ist soeben wieder aufgefüllt worden. „Komm junger Mann [das tut gut, eine solche Ansprache], Du kannst noch nicht satt sein. Nimm Dir mehr!“ Nach der Rechnung muss ich allerdings reklamieren. Das kann nicht stimmen. Viel zu billig! „Doch, doch, der Buffet-Preis enthält auch zwei Getränke!“ Weshalb wir dieses unscheinbare, einfache und günstige, jedoch authentische Casa de Pasto Beira Mar mit ihren herzlichen Betreibern wärmstens empfehlen.
Da wir gerade beim Essen sind. Die Insel ist nicht gerade intensiv bevölkert, und auch Velas ist nun keine brodelnde Metropole, was wir bereits erwähnten. Es gibt auch nur einen größeren Supermarkt mit eher bescheidenem Angebot. Andererseits können wir dort Berge von Milka-Schokolade zu einem sensationellen Preis erwerben – ca. 40% unter dem derzeitigen Marktpreis. Und es gibt ein schönes Angebot für Carnivoren. Ich muss bei diesen Scheiben sofort an ein exzellent bereitetes Osso buco denken …
… und freue mich, dass nichts vom Speisezettel ausgenommen wird.
Es gibt in Velas natürlich auch das andere Ende der gastronomischen Skala. Keine 165 Meter von unserem Tankstellenliegeplatz entfernt befindet sich die Tasca dos Sabores, die wir ebenfalls empfehlen können. Diese Tasca ist auf Fisch spezialisiert. Kein Wunder, denn die Fischauktionshalle befindet sich gleich um die Ecke. Man kann übrigens, was diese Stätte besonders reizvoll macht, auf der Dachterrasse der Tasca mit Aussicht auf den Hafen sitzen.
Wir beschließen, die Insel zu queren, in der Hoffnung, dass ihre zentralen Berge wie eine Wetterscheide wirken. Immerhin, irgendwo mitten drin, hat der Regen aufgehört. Es wolkt und nebelt nur noch.
Für uns gehören Blümchen einfach in einen solchen Bericht dazu.
Und dann ist die Nordküste erreicht, und mit ihr der Sonnenschein, zumindest zeitweise. Tief unter uns zwei Fajãs. Im Gegensatz zur Fajã de João Dias lassen sich diese über ganz normale, wenn auch kurvenreiche Straßen erreichen.
Diese Fajãs sind durch Lavaflüsse oder Erdrutsche entstandene, den steilen Klippen der Küste vorgelagerte Ebenen. Auf einigen befinden sich mehr oder weniger große Siedlungen. Insgesamt soll es auf São Jorge mehr als 70 Fajãs geben, aber nur noch ein Teil wird bewirtschaftet und bewohnt.
Eine Begegnung sehr zu Ankes Freude
Bescheidener Viehtrieb mittels Scooter. Hier ist es auch nicht anders als auf Pico, scheint es.
Unübersehbar, dass diese Fajãs vulkanischen Ursprungs sind. Anke wird von solchen Gesteinsbögen genauso magisch angezogen, wie von Höhlen. Der Bogen, den sie vor Jahren in Island erklommen hat, ist übrigens später zusammengebrochen. Die Chaostheorie hält es ja für durchaus plausibel, dass das große Erdbeben von San Francisco doch von dem Reissack ausgelöst wurde, der kurz zuvor in China umgefallen war. Daher fürchte ich, dass der Gesteinsbogen in Island womöglich … Ich will gar nicht weiter denken … mir nichts ausmalen … und wünsche dem Lavabogen hier ein langes Leben.

Und mit dieser wagemutigen Unternehmung von Anke wollen wir den heutigen Beitrag beschließen. In frühen Schulzeiten hieß es bei uns „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.”

Wir verbleiben daher mit dem in etwas späteren Schuljahren geprägten Motto:

No risk, no fun!

Martin und Anke

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Tipps und Hinweise

Wer unser Widget „Wo wir sind / Tracking“ gelegentlich nutzt, weiß, dass wir mittlerweile wieder auf den Kanaren angekommen sind. Und daher haben wir ein möglicherweise interessantes Angebot zu machen: Wir geben unsere Simpson-Davits ab. Wer daran Interesse hat, der schaut am besten auf unsere Seite Flohmarkt / Flea Market. Dort werden die Davits beschrieben und abgebildet.

Bisher war es aufwendig, auf ältere Blogbeiträge zuzugreifen. Das haben wir geändert. Auf der Seite REISE(N) befindet sich nun als erster Unterpunkt der Zugriff auf alle bisherigen Blogbeiträge, chronologisch gelistet. Einfach auf Alle Blogbeiträge klicken.

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Auch wenn wir per Boot unterwegs waren, hin und wieder konnten wir auf unserer großen Reise vor mehr als 20 Jahren auch dem Rücken der Pferde vertrauen. Beispielsweise bei einem kleinen Viehtrieb (!) im Chaco oder auch bei einem Besuch unseres argentinischen Freundes Gustavo. Wir schildern diese Ritte und vieles mehr in dem Buch, das unsere Weltumsegelung von 2004 bis 2009 beschreibt. Eine Weltumseglung mit einer Aluminium-Reinke Super 11. Informationen zum Buch und wie Ihr die PDF bestellen könnt, findet Ihr unter diesem Link, also einfach auf diesen Satz klicken.

Das Buch unserer Weltumseglung von 2004 bis 2009:
Just do it – von der Weser in die Welt
323 Seiten, durchgehend mit farbigen Fotos bebildert, diverse Karten, hier und da Einschübe zu besonderen Aspekten, die uns beschäftigten und ein Anhang mit gelegentlich launigen Begriffserklärungen.

Vorerst nur als PDF verfügbar. Das Coverfoto des Buches zeigt Just do it in der Caleta Beaulieu im Beagle-Canal.

Wie Bobby Schenk schreibt: „Ein großes Buch, das pure Lese-Freude schafft. Es ist wahrscheinlich das beste aller Weltumsegelungs-Bücher (vielleicht sogar besser als meine eigenen…)“

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