Posidonia – Tagebuch vom 23.08. bis 04.09.2022

Posidonia – Tagebuch vom 23.08. bis 04.09.2022

Jeder Segler, der im Mittelmeer ankern will, begegnet ihm unvermeidlich, dem Neptungras. Der botanische Name der Art ist Posidonia oceanica, daher wird die Pflanze gerne auch schlicht als Posidonia bezeichnet. Aufgrund ihres grasartigen Aussehens wird sie von vielen Menschen als Seegras angesehen, was sie aber nicht ist. Neptungras kommt im gesamten Mittelmeer vor und besiedelt Ufer und flache Gewässerzonen bis zu 40 Metern Tiefe, unter besonders günstigen Bedingungen bis 60 m Tiefe. Es besiedelt sowohl sandigen Untergrund als auch Felsen.

Beschäftigt man sich mit der Pflanze etwas intensiver, wird klar, dass man den verschiedenen Erscheinungsformen des Neptungrases häufiger begegnet als man denkt, doch oft fällt einem zunächst gar nicht auf, dass man es mit Posidonia zu tun hat.

Posidonia/ Neptungras direkt an der Wasseroberfläche. Gut zu sehen, dass die Pflanze auf einem durchaus typischen Substrat wächst, einem Gemisch aus Sand und Muschelresten. Aufgenommen am 31.07.22 in der Baie de Canabieres bei Saint-Tropez

Um was geht es?  – Posidonia oceanica

Posidonia oder Neptungras ist eine sehr alte Pflanze, deren Vorfahren vor etwa 100 Millionen Jahren vom Land in das Meer übersiedelten und sich bei diesem Prozess an den Meeresboden angepasst haben. Sie gehört botanisch zur Ordnung der „Froschlöffelartigen“ (Alismatales), ist also trotz ihrer äußeren Erscheinung kein Gras. Innerhalb dieser Ordnung gibt es übrigens zwei Familien grasartig erscheinender Gewächse: Die in gemäßigten und subtropischen Breiten weltweit verbreiteten sogenannten Seegräser (Zosteraceae) und die auf das Mittelmeer und Südaustralien beschränkte Familie der Neptungräser (Posidoniaceae), mit der wir es hier zu tun haben.

Neptungras ist eine submerse, d.h. dauerhaft untergetaucht lebende, mehrjährige bzw. ausdauernde, krautige Pflanze. Sie bildet kompakte, verzweigte Rhizome und ein ausgeprägtes, ebenfalls stark verzweigtes Wurzelwerk aus. Am Ende eines kurzen Triebes sitzen vier bis sechs, gelegentlich auch bis zu 10 schmal-lanzettliche, lange Laubblätter, die zwar nicht breiter als max. 1 cm werden, jedoch von 40 cm bis über 1 m lang werden können. Die Blattspitze wirkt fast immer stumpf abgerissen. Die etwa 3 bis 5 Zentimeter lange Blattscheide zerfasert im Alter der Länge nach und ähnelt dann einem bürstigen „Pinsel“.

Kein umwerfendes Foto, aber man kann doch einige Details von Posidonia erkennen. Vorn in der Bildmitte die Reste eines Rhizoms mit anhaftendem Wurzeln. Man erkennt, wie dicht das Wurzelwerk ist. Links und rechts drei pinselartig zerfaserte Blattscheiden. Oben vertrocknetes Blattwerk und im Hintergrund ein etwas eiriger Neptunsball. Ganz außen oben etwas ganz besonderes: Eine ungewöhnlich große Koralle, die die Biologen des Schutzgebietes aus einer Blattscheide heraus isolieren konnten. Aufgenommen in der Ausstellung des Museums auf der Île de Maguerite.
Ein Fund, den Anke am Ufer des Naturschutzgebiets östlich von Almerimar gemacht hat. Ein an Land gespülter Posidoniatrieb mit frisch austreibenden Blättern. Das Besondere an dieser Aufnahme ist jedoch, dass sich in den Trieben vier kleine Korallen verbergen, hier durch die weißen Kreise markiert. Die Färbung des Rosa Strandes auf der Isla Budelli im Maddalena-Archipel wird von diesen Korallen hervorgerufen. Aufgenommen am 05.11.2022.

Posidonia blüht von Mai bis Juni und bildet ährige, recht unscheinbare Blütenstände, die bis 4,5 Zentimeter lang werden. Sie blüht allerdings nur selten und vereinzelt, in wärmeren Jahren etwas häufiger. Uns ist bei unseren Schnorchelgängen nie bewusst eine Blüte untergekommen und auch ihre Früchte, die sogenannten „Seeoliven“ haben wir bei unserer Suche an den Stränden bislang nicht angetroffen. Man kann sich denken, dass daher entsprechend selten eine Vermehrung über Samen stattfindet. Der Normalfall ist die vegetative Vermehrung mit Hilfe der Rhizome. Man hat es bei den Neptungras-Wiesen also meist mit großflächigen Klonen zu tun, jede Menge Natur-Dollys gewissermaßen. Wobei das Klonschaf Dolly kein langes Leben hatte. Bei den natürlichen Klonen des Posidonia ist das anders. Sophie Arnaud-Haond und ihre Kollegen haben vor der Küste Formenteras einen genetisch identischen Posidonia-Bestand gefunden, der sich über 15 km ausdehnt. Hochrechnungen haben ergeben, dass dieses Neptungras mindestens 80.000 Jahre alt sein muss. Es handelt sich möglicherweise um den ältesten lebenden Organismus der Erde. 

Wer an der Biologie der Pflanze interessiert ist, muss ein wenig googeln. Ein guter Überblick lässt sich bei Wikipedia finden.

Eine Posidonia-Wiese, der Anblick wirkt etwas grau.
Aus der Nähe erkennt man, dass die Blätter der Pflanzen hier tatsächlich ziemlich grau sind: eine bunte Mischung aus abgestorbenem Material und Besiedlung durch Algen und kleinste Epiphyten.

Begegnet man im Mittelmeer den Posidonia-Wiesen, ist man von deren Erscheinung in der Regel enttäuscht bzw. kommt zu dem (in der Regel unzutreffenden) Schluss, die gerade besuchte Wiesen würden absterben oder befänden sich in einem schlechten Zustand. Das liegt daran, dass schon früh im Jahresverlauf die Posidonia-Blätter von Algen und Aufsitzerpflanzen (Epiphyten) besiedelt werden. In der Folge kommt das Blattwachstum zum Erliegen. Und tatsächlich sterben die Blätter (von der Blattspitze her rückschreitend) ab und „vergrauen“, was aber als ein arttypischer Vorgang angesehen werden muss. Um dem Druck der Epiphyten auszuweichen, treibt Neptungras anders als fast alle Pflanzenarten gemäßigter Breiten daher erst im Herbst und Winter neu aus, wobei die Pflanze auf im Frühjahr angelegte Stärkereserven im Rhizom und in den Wurzeln zurückgreift. Die alten Blätter fallen im Oktober ab.

Noch eine Besonderheit darf man vielleicht erwähnen: Als einzige derzeit bekannte höhere Meerespflanze erfolgt die Stickstoff-Versorgung der Posidonia durch eine Symbiose mit einem erst jüngst entdeckten Bakterium, das nach dem „Gastgeber“ als Celerinatantimonas neptuna getauft wurde (Wiebke Mohr u.a., Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie Bremen). Verwandte dieses Bakteriums kennt man bislang nur von einigen Tang-Arten.

Vielleicht die hübscheste Form, die Posidoniareste annehmen: ein Neptunsball in perfekter Kugelform. Meist sind die eher abgeflacht und ähneln von der Form her einem Kieselstein. Dieses schwebende Musterexemplar haben wir bei der Île de Maguerite entdeckt. Aufnahme vom Schnorchelgang am 22.08.22.
Auch ein fast pefekt kugeliges Exemplar, daher auch perfekt geeignet, den Seewasseransaugtrakt vom Boot zu blockieren. Ist uns in Port Calafat passiert!

Vorkommen

Die Art kommt nahezu ausschließlich im Mittelmeer vor, etwa von Malaga/ Cadiz bis zu den Dardanellen als durchgehendes Verbreitungsgebiet. Ein kleines isoliertes Vorkommen gibt es noch im Marmara-Meer. Nach einer älteren Quelle (Flora Europaea. Volume 5: Alismataceae to Orchidaceae (Monocotyledones), Cambridge University Press, 1980) soll es weitere Vorkommen der Art auch an der südwesteuropäischen Atlantikküste geben, doch ließ sich dafür keine aktuelle Bestätigung finden.

Etwa 3 % des Mittelmeer-Meeresbodens sind von Posidonia besiedelt, was geschätzten 38.000 km² entspricht.

Die Bedeutung von Posidonia und Posidonia-Wiesen

Lebensraum und Kinderstube für zahlreiche Tierarten
Die Posidonia-Wiesen sind für manche Fischarten Lebensraum, andere laichen hier ab und der Nachwuchs wächst im Schutz des Blätterdickichts auf. Weiter leben hier auch zahllose Wirbellose und Arten des Planktons. Auf Isla Budelli zwischen Sardinien und Korsika haben wir von einer Angestellten der Naturschutzbehörde erfahren, dass sich an den Blattscheiden der Triebe auch winzige rosa Korallen anheften können. Wer wäre schon auf so etwas gekommen?

Lebensraum für Pflanzenarten
Vor allem Epiphyten und Algen heften sich an die Blätter des Neptungrases.

Am Rande einer Posidonia-Wiese ein „Alibi-Fisch“, ein Mönchsfisch (Chromis chromis), einer der häufigsten Fische im Mittelmeer und vor dem Bau des Suez-Kanals der einzige Riffbarsch im Mittelmeer. Es gibt in und bei den Posionia-Beständen mehr Fische, aber wir hatten Pech und konnten die meisten nicht fotografieren oder filmen.
Oft in unmittelbarer Nähe zu Neptungras-Bulten findet man diese merkwürdige Algenart, eine Schirmalge (vermutlich Acetabularia acetabulum/ A. mediterranea). Interessant ist, dass es sich bei dieser Alge trotz ihrer Größe um einen einzelligen Organismus handelt. Die Art lagert große Kalkmengen ein, was ihr eine Bedeutung als Riffbildner zukommen lässt.

Stoff- und Nährstoff-Filter
Die Posidonia-Wiesen tragen zur Filterung des Wassers bei und sorgen so für sauberes, klares Wasser. Allerdings sind die Bestände auch empfindlich gegenüber Wasserverschmutzung (auch gegen wechselnde Salzgehalte, weiter gegen zu hohe oder zu niedrige Wassertemperaturen), was im ungünstigsten Fall auch zu deren Absterben führen kann.

Strömungsberuhigung
Posidonia neigt dazu, nicht nur flache Wiesen auszubilden, sondern Bulte zu formen, in dem die Wurzeln Sand und Muschelreste zusammenhalten, förmlich auftürmen und mit der Zeit immer höher wachsen. Die so gebildeten Riffe können je nach Ausbildung und Ausrichtung zur Strömungsberuhigung vor allem zwischen Riff und Ufer beitragen und schaffen damit einen besonderen Lebensraum, der sich von ungeschützten Bereichen unterscheidet.

Stofftransport
Durch die Verlagerung abgestorbener Pflanzenteile, vor allem der Blattmasse und der Rhizomreste an die Strände und auf das Land, werden dem Meer organische Stoffe entzogen, was eine Reduzierung des Stoffgehalts im marinen Ökosystem bedeutet.

Reste des Neptungrases sind zwischen die Uferfelsen verlagert worden und zerfallen dort langsam. Diese organische Masse ist dem Meer entzogen, wenn sie nicht wieder zurückgeweht wird. Aufnahme vom 02.07.22, Isla Budelli im La Maddalena-Archipel.

CO2-Bindung
Wissenschaftliche Forschungen haben ergeben, dass Posidonia-Bestände deutlich mehr CO2 binden können, als Wälder bzw. Regenwälder auf einer vergleichbar großen Fläche. (vgl. Carlos Duarte, Mediterranean Institute for Advanced Studies). Sie bilden damit eine kleine, aber eben auch vorhandene CO2-Senke im Sinne des Klimaschutzes.

O2-Produktion
Die Angaben, die man zur O2-Produktion finden kann, schwanken zwischen 10 bis 14 Liter je Quadratmeter und Tag, wobei die Werte sicher nicht für das ganze Jahr gelten werden. Also trotz großer Schwärmerei in den betreffenden Beiträgen darf eine solche Zahl schon hinterfragt werden.

Erosionsschutz der Ufer/ Küsten
durch das Aufhäufen der pflanzlichen Blatt- und Rhizomreste an den Stränden.
Wunderbare Beispiele dieser „Bankett“-Bildung, die wir besucht haben, sind die Anhäufungen vor der Stadtmauer von Trapani, auf den Stränden bei Villasmius (Sardininen) oder an der kleinen Halbinsel am nördlichen Ende des Golfo di Rondinaria (Korsika). Zugegeben, diese Bankette riechen etwas sonderbar, aber das ist eben Natur, keinesfalls Abfall oder Dreck.

Posidonia-Bankette vor der Stadtmauer von Trapani. Man erkennt, welche Lücken die Herbststürme in die Bankette gerissen haben. Die Breite der Bankette verdeutlicht das Ausmaß der Schutzwirkung. Aufnahme vom 30.10.21
Verwehte Posidonia-Reste bedecken und schützen lose Sandflächen, die auf diese Weise gefestigt werden können. Hier klappt das offenkundig nicht sehr gut, da durch Wanderer die schützende Decke gestört und der Sand immer wieder frei gelegt wird. Bildet sich dagegen eine dichte Decke, stellt das Neptungras einen Schutz gegen Deflation (Erosion durch Wind) dar. Aufgenommen an der Küste unmittelbar nördlich neben dem Golfo di Rondinaria, Korsika.

Deflationsschutz
durch die Abdeckung offener Sandstellen durch pflanzliche Blattmasse konnten wir ebenfalls bei beim Golfo di Rondinaria (Korsika) beobachten.

Erosionsschutz durch Strömungsberuhigung und Riffbildung
Eins der letzten erhaltenen, von Posidonia gebildeten „Barriere-Riffe“ an Spaniens Küsten befindet sich zwischen Roquetas del Mar und Aguadulce: Monumento Natural Arrecife Barrera de Posidonia, also nur wenige Kilometer von unserem derzeitigen Liegeplatz in Almerimar entfernt. Betauchen konnten wir ein solches Riff vor der Unterwasserinstallation bei der Île de Maguerite. Wie effektiv ein solches Riff sperren kann, erfuhren wir persönlich, denn zunächst war kein Durchkommen zu den von uns gesuchten Unterwasser-Skulpturen.

Nutzen für den Menschen

Neptungras wurde nachweislich bereits in der Antike genutzt. Die Abfälle der Posidonia fanden wegen ihrer antiseptischen Eigenschaften Verwendung in der Medizin.

Viele Jahrhunderte später wurde das Material als Verpackungs- bzw. Polsterstoff genutzt, etwa für den Transport von Glasprodukten und Keramik von Venedig und Rom nach Spanien. Daher nannte man Neptungras in Spanien frei übersetzt auch „Glasbläser-Seegras“. Noch später wurde es wegen seiner konservierenden Eigenschaften als Packmaterial für den Fischtransport von den Küsten nach Madrid genutzt.

Heute im Zeichen steigender Meeresspiegel gewinnen die oben genannten Ökosystem-Leistungen Ufer- und Küstenschutz sowie Erosionsschutz an Bedeutung. Außerdem dienen die Bestände des Monitorings des Ökosystemzustandes. Posidonia-Wiesen sind durch ihre Existenz und ihren Zustand ein hervorragender Indikator zur Bestimmung der Qualität der Meeresgewässer an der Küste, da sie sehr empfindlich auf natürliche und anthropogene Störungen reagieren.

Darüber hinaus gibt es heute eine gewerbliche Nutzung: So finden die Pflanzenreste in Mittelmeeranrainerstaaten Verwendung als Polster- und Packmaterial. Der Karlsruher Architekturprofessor Richard Meier hat sich die Verwendung abgestorbener Neptungrasreste unter der Bezeichnung NeptuTherm® als Dämmstoff patentieren lassen. Eine Nutzung, die man bei industrieller Anwendung schon als fragwürdig einstufen muss. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Die spanische Seite https://medomed.org/2018/posidonia-oceanica-the-lung-and-foundation-of-the-med-o-med-heritage-area/ berichtet von unterschiedlichsten Versuchen und Überlegungen einer Nutzung. Angefangen mit der Verwendung als Isoliermaterial, über die Nutzung als Zuschlagstoff zu Beton bis hin zum „Verheizen“ als Bio-Kraftstoff. Aus den mit dem Neptungras direkt verwandten, vor Südaustralien vorkommenden Art Posidonia australis, auch als „Meerjute“ bezeichnet, gewinnt man übrigens Bastfasern zur Herstellung von Säcken oder groben Stoffen.

Auch eine Art von Nutzen: Freizeitgestaltung. Wir beschnorcheln und bewundern die Posidonia-Wiesen.

Gefährdung – und was kann der Segler tun?

Posidoniabestände und die an diese Bestände gebundenen Ökosysteme sind vielfältig gefährdet. Es ist wahrscheinlich nicht ganz einfach, die Gefährdungen zu wichten, da einige der Gefahren mit anderen zusammenwirken. Daher hier eine einfache Zusammenstellung:

Die größten Gefahren sind sicher die Schleppnetzfischerei, der Eintrag von Nährstoffen in das an sich ausgesprochen nährstoffarme Mittelmeer, das Steigen der Meerestemperaturen als Folge des Klimawandels und natürlich das Eindringen invasiver Arten. Auch dies wird durch den Klimawandel begünstigt.

Hinzu kommen die industrielle bzw. gewerbliche Nutzung (vgl. o.) sowie die Beseitigung der Bankette und der Streu des Neptungrases von den Stränden und Ufern durch den Menschen, vor allem, um den Tourismus zu fördern: die Strände sollen „sauber“ aussehen.

Eine weitere Quelle der Zerstörung ist das Ankern, sowohl durch die Berufsschifffahrt, wahrscheinlich aber mehr noch durch die Freizeitskipper. Hier kann ein jeder von uns durch umsichtiges Anker-Verhalten dazu beitragen, derartige Schäden zu vermeiden. Das bedeutet im Grunde nur, den Anker nicht in Posidonia-Bestände zu werfen und soviel Abstand zu den Neptungrasbeständen zu halten, dass auch die Kette keine Schäden anrichten kann.

Aufgrund der vielfältigen Bedeutung von Posidonia, insbesondere für die Fischwelt, unter anderem auch für das bedrohte Seepferdchens, ist es wichtig, die Bestände zu schützen. Diesem Schutz dienen einerseits Schutzgebiete, aber auch das in den meisten Ländern bestehende Ankerverbot in Posidonia-Wiesen.

Sicher Ankern
Als Segler, denen die Umwelt, die wir tagtäglich genießen, sicher besonders wichtig ist, können wir viel zum Schutz der Bestände beitragen. Vor allem, in dem wir sorgfältig darauf achten, dass wir beim Ankern das Grundeisen in Sand, gut frei von Posidonia-Beständen setzen. Und auch mit der Kette genügend Abstand wahren, um beim Schwojen frei von benachbarten Beständen bleiben. Das ist gar nicht so schwer. Inzwischen helfen uns einige Apps, diese Bestände zu lokalisieren und zu vermeiden. Für das westliche Mittelmeer zu empfehlen sind die folgenden Apps, auf ihnen lässt sich die eigene Schiffsposition in Echtzeit in die digitalen Bestandskarten übernehmen, was vor allem bei unschönen Sichtverhältnissen und bei Nacht hilfreich ist:

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Hier noch der Hinweis auf ein neues Tagebuch. Das aktuelle Tagebuch schildert unsere Reise von Port Napoleon über die Camargue bis zur Ankunft in Barcelona. Zum Aufrufen des Tagebuchs einfach auf diesen Satz hier klicken.

Abschließend möchten wir auf die Möglichkeit eines Abos hinweisen: Wer in Zukunft keinen Beitrag mehr verpassen will, kann unseren Blog abonnieren, und das geht einfach über die Seite Kontakte, oder indem man – noch einfacher – hier klickt.

Liebe Grüße

Martin und Anke

2 Gedanken zu „Posidonia – Tagebuch vom 23.08. bis 04.09.2022

  1. Lieber Martin , Dankeschön für die interessante und detaillierte Zusammenstellung der Infos übers Posidonia. Du hast in Fachsprache Vieles bestätigt , was wir im Wasser und am Ufer beobachten konnten.
    Ganz lieben Gruß auch an Anke

    1. Liebe Birgit,
      danke schön! Und ich hatte mich so bemüht, Fachsprache zu vermeiden und Anke hat´s auch noch kontrolliert 😉
      Liebe Grüße
      Martin und Anke

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