Wieder im Wasser

Wieder im Wasser

In den Seilen des 150-Tonnen-Lifts. Die Maßstäbe verdeutlicht der Mann rechts vor dem Reifen.

Wieder im angestammten Element! Nach einer Woche und drei Tagen ist Mago del Sur wieder im Wasser. Es waren sehr arbeitsreiche Wochentage mit glücklicherweise entspannten Wochenenden. Das Wichtigste: Unsere Probleme mit eindringendem Wasser sind aller Wahrscheinlichkeit auf zwei relativ harmlose Ursachen zurückzuführen. Bei den Erdungsschwämmen der Funkanlage, die am Skeg angebracht sind, war einer der vier Bolzen nicht vernünftig abgedichtet. Und es spricht viel dafür, dass in einem der verborgenen, unzugänglichen achterlichen Hohlräume Wasser gestanden hat. Möglicherweise schon seit Jahren. Und das ist durch die teilweise harte Segelei durch irgendwelche Löcher und Ritzen wieder zum Vorschein gekommen. Martin hat jedenfalls seiner Leidenschaft gefrönt, und weiter Löcher ins Schiff gebohrt (Inspektionslöcher). Und nicht nur er …

Ausparken aus dem Becken des Liftes

Montag war dann der große Tag. Mago wurde vom 150-Tonnen-Kran mal eben angelupft und wenige Minuten später schwamm sie wieder. Die freundliche Hafenmeisterin hatte uns schon einen Liegeplatz im Vieux Port, dem alten Hafen, gesichert. Hier liegt sie vor skandinavisch anmutenden, bunten Häusern mitten im Herz von La Rochelle. Die historische Innenstadt, Bäcker, kleiner Supermarkt, Markthalle und vieles mehr sind nur wenige Gehminuten entfernt.

Farbenfroher Ausblick vom neuen Liegeplatz

Hier werden wir noch ein paar weitere Arbeiten erledigen. Aber wir werden auch versuchen, nun endlich mal La Rochelle mit ihrem Charme zu genießen. Und vielleicht auch noch etwas Umgebung. Immerhin, die Île de Ré und die Île d‘Olerón haben wir bereits besucht. Gestern waren wir bei Amel und haben uns durch die Werft führen lassen. Und da wir eh unterwegs waren, besuchten wir noch eine Abtei (von außen – leider), warfen einen kleinen Blick auf die Gassen von Fontenay de Comte und bewunderten ganz unerwartet Marans. Marans ist die selbsternannte Capital de Poule, die Hauptstadt der Hühner. Diese besonderen, hiesigen Hühner legen eigenartigerweise dunkelrote Eier. Da braucht der Osterhase sich nicht einmal mit Anmalen beschäftigen, sofern er sich mit roten Eiern begnügt.

Dies und noch etwas mehr demnächst in der nächsten Tagebuchstaffel. Auf die Schnelle wenigstens noch ein paar Bilder:

  • Kunst auf der Île de Ré
  • Austern – ein Mitbringsel von der Île d’Olerón, natürlich selbst geknackt
  • Auch sonst erfreuen uns landestypische Leckereien
  • Blick in die Straßen der Stadt von unserem Airbnb …
  • … und per Rad
  • Maritimes Museum
  • … eigentlich verboten: Löcher ins Schiff machen …
  • Der Schock erfordert Stärkung

Heute kamen die Segel von der Segelmacherei zurück, und wir haben weiter gewerkelt und geputzt. Erschöpft aber zufrieden werden wir heute einen Sekt auf das bisherige Ergebnis unseres Aufenthalts einschenken.

Euch Lieben daheim alles Gute, bleibt bitte gesund und seht Euch vor.

Martin und Anke

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